Entstehungsgeschichte der SRK Kemmern
(Kurzfassung von Peter Krüger)

wappen

14. Februar 1892: Gründung des "Krieger- und Militärverein Kemmern" in der heutigen Brauerei Wagner durch 37 Männer.
Patenverein von Anfang an ist es die damalige Kriegerkameradschaft Ebing.

Erste Vorstandschaft: Josef Albrecht, Joh. Josef Albrecht, Andreas Nüßlein und Michael Aumüller.

Im Jahr 1896: Eine Vereinsfahne wird unter großer persönlicher Opferbereitschaft aller Mitglieder für 400 Goldmark angeschafft

07. März 1897: Eintritt in den Bayerischen Veteranen-, Krieger und Kampfgenossenbund bis 1925.

1. Weltkrieg 1914-1918: 37 Männer aus Kemmern, davon 8 Vereinsmitglieder fallen.

Im Jahr 1920: Errichtung eines ersten Mahnmales für die gefallenen Kameraden durch den Bildhauer Jakob Diller.

Im Mai 1925: tritt der Verein über zum Bayerischen Kriegerbund.

Ab 1925: Beim Flurumgang der Fronleichnamsprozession wird das Standbild des Vereinspatrons St. Sebastian mitgeführt und das Allerheiligste von 12 Männern mit Gewehr begleitet. Der Verein wächst ständig.

1933 "Gleichschaltung" durch das Dritte Reich. Der Verein muss als Kriegerkameradschaft zum "Kyffhäuser-bund" Erster Vorstand Josef Fuchs erwarb sich besondere Verdienste um den Fortbestand der Gemeinschaft und ihrer Bindungen zur Kirche. Traditionsfahne von 1896 wird "unauffindbar" auf dem Dachboden der Kirche versteckt.

Im Jahr 1945 Ende des 2. Weltkrieges mit totalem Zusammenbruch und Infragestellung alter Traditionen.

Männer aus Kemmern fallen, davon Vereinsmitglieder.

14.Juni 1956: Wiedergründung des Vereins, noch mit alter Vorstandschaft- 1. Vorstand Josef Fuchs und 2. Vorstand Balthasar Aumüller. Nach erfolgter ordentlicher Generalversammlung wird zum 1. Vorstand der sehr verdienstvolle Valentin Utter gewählt. Patenverein wurde wieder der Kriegerverein Ebing.

31. Oktober 1965 Einweihung der neu errichteten Kriegergedenkstätte. Der Verein verpflichtet sich satzungsgemäß diese Gedenkstätte zu erhalten, zu pflegen und zu schmücken.

Am 03. - 04. 06. 1967 wird das 75-jährige und am 06.08.1972 das 80-jährige bestehen des Vereines gefeiert.

Im Jahr 1970 Festschreibung der Öffnung des Vereins für auch "nicht kämpfende Soldaten und Mitglieder".

Am 22. März 1977, in der Generalversammlung, kommt noch unter Valentin Utter zur Umbenennung des Vereins in "Soldaten-und Reservistenkameradschaft Kemmern", was einer Öffnung für ehemalige und aktive Bundeswehrsoldaten gleichkommt. Valentin Utter legt danach die Leitung der Kameradschaft in jüngere Hände. Als neue Vorsitzende der SRK-Kemmern werden gewählt: 1. Vors. Otto Schrenker und 2. Vors. Peter Krüger. Weiterhin wird 1977 die Vereinssatzung überarbeitet und ergänzt.

07. Juli 1977: Peter Krüger gründet im Auftrage der SRK-Kemmern eine dem Verband der Reservisten der Bundeswehr ( VdRBw ) kooperativ angeschlossene Reservistengruppe.

Ab 1980 wird diese Reservistengruppe dem VdRBw in Vollmitgliedschaft zugeführt, wobei sei aber auch weiterhin gleichzeitig Mitglieder in der BKV ( Bayerische Kameradschafts-Vereinigung ) bleiben -Doppelmitgliedschaft-. 2. Vorsitzender Peter Krüger leitet als Vorsitzender der Reservistengruppe diese bis ins Jahr 1994. Otto Schrenker wird 2. Vorsitzender und Präsidiumsmitglied im BKV. Peter Krüger wird im BKV Kreis- und Bezirks-reservistenbetreuer. 

Im Jahr 1982 feiert die SRK-Kemmern ihr 90-jähriges Bestehen im Rahmen eines großen Festes. 1982 entsteht auch im Rahmen eines Familiennachmittags der Reservisten mit Frauen und Kindern das Neuaufleben der Fischkerwa, die dann ab 1983 in althergebrachter Kemmerner Fischertradition jährlich einmal Ende Juni ( um Peter und Paul ) durch die SRK gehalten und gefeiert wird.

Am 28. Juni 1992 feiert die SRK-Kemmern mit 1. Vors. Otto Schrenker und 2. Vors. P. Krüger als Festpräsidenten das bisher größte Vereinsfest, sein 100-jähriges Bestehen in einem wieder vereinten Deutschland.

Im Jahr 1994Otto Schrenker tritt krankheitsbedingt und P. Krüger als RK-Vorsitzender zurück. Neuer RK-Vorsitzender wird A. Landgraf. P. Krüger übernimmt als 2. Vorsitzender die Vereinsführung.


Im Jahr 1995: Peter Krüger wird zum 1. Vorsitzenden und Kurt Gessner zum 2. Vors. der SRK gewählt, die bis jetzt immer noch den Verein führen.

Im Jahr 1996 Bau der Materialhalle für die Fischkerwa.

Im Jahr 1997 Alexander Landgraf tritt als RK-Vorsitzender zurück und Elmar Dorsch wird zum RK-Vorsitzenden.

Im Jahr 2000 wird die SRK-Kemmern zum eingetragenen Verein "Soldaten-und Reservistenkameradschaft Kemmern 1892 e. V." Dazu wurde die Satzung von der Vorstandschaft grundlegend überarbeitet und den zeitbedingten Erfordernissen angepasst.
Ende 2001 bis Anfang 2002wird eine weitere Zwischenhalle als Verbindung zur Materialhalle des WHV fertig-gestellt.

Wesentliche Zielsetzungen des Vereins

Kameradschaft nach christlichen Grundsätzen, würdige Ausgestaltung und Pflege des Ehrenmals, Teilnahme der Mitglieder beim Begräbnis und der heiligen Messe oder Gottesdienstes eines seiner Mitglieder.

Bewahren sinnvoller Traditionen und die Beteiligung an der jährlichen Soldatenwallfahrt nach Vierzehnheiligen am ersten Sonntag im Mai sowie Sammeln für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Militärische Förderung der Reservisten im Verein. Kameradschaftspflege und Pflege der Gemeinschaft in der Gemeinde und den Verbänden.

Außerdem Eintreten für den Frieden in Freiheit, die Völkerverständigung, die Belange der Bundeswehr und der NATO sowie für Gott, Heimat und Vaterland.

   
© Soldaten und Reservistenkameradschaft Kemmern 1892 e.V.